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Die Presse zum 97. Briefmarken- und Münzgroßtauschtag am 30.10.2016

…. noch zwei Veranstaltungen trennen unseren Verein vom großen Jubiläum, dem 100. Main-Taunus-Großtauschtag!

 

Gold für ein Vereinsmitglied

Vom 3. bis 6. September 2015 wurde in Gotha der 115. Deutschen Philatelistentag gemeinsam mit der Bilateralen Briefmarken-Ausstellung „Großbritannien-Deutschland“ ausgerichtet. Der Katalog „Deutsche Bundes- und Philatelistentage – 1889 Mainz bis 1913 Heidenheim“ wurde auf der Rang 1 – Ausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Heinz-Peter Wilke und Steffen Köhler, 1. bzw. 2. Vorsitzende des Philatelisten-Verein Hofheim am Taunus e.V., gratuliertem unserem Mitglied Volker Köppel, dem Autor und Herausgeber dieses Werkes zu seinem Erfolg.

Im Vorfeld der Veranstaltung schrieb Wolfgang Maaßen, Präsident der AIJP (Association Internationale des Journalistes Philatéliques):

Im handlichen DIN A5-Format werden übersichtlich gegliedert sowie in aller Regel farbig dargestellt und kurz beschrieben: alle Veranstaltungsbelege, Sonderbriefmarken, Stempel, R-Zettel, Werbemarken und sonstige „Souvenirs“, die offiziell oder privat aus Anlass der Veranstaltungen abgegeben, veröffentlicht oder anderweitig in Umlauf gesetzt worden sind. Auf eine Bewertung dieser Objekte, so geben Autor und Herausgeber an, wurde bewusst verzichtet.

Dass Köppel ein absolut fachkundiger Kenner ist, wird der Leser schnell entdecken, denn was dieser Katalog an Informationen bietet, ist geradezu sensationell. Jedes einzelne Objekt und jeder Stempel wird beschrieben, abgebildet und sachkundig in Kurzform katalogisiert. Es dürfte kaum einen zweiten geben, der über einen solchen Fundus verfügt. Das Layout ist hervorragend gestaltet, Stempel auch einzeln abgebildet, ebenso Sonder-Zettel und andere „Spezialitäten“. Für Sammler dieses Gebietes ist es das ultimative Werk, das an Gehalt wohl kaum noch zu steigern sein dürfte. Angemerkt sei, dass bereits im vergangenen Jahr der vollständig überarbeitete und aktualisierte Teil II (Deutsche Bundes- und Philatelistentage 1973 bis 2013) erschienen ist. Bei der Multilateralen Ausstellung (Rang 1) im August 2014 in Haldensleben wurde er mit einer Vermeil-Medaille ausgezeichnet, nunmehr komplett als Teil I und II dürfte eine Goldmedaille in Reichweite sein.

Foto von links nach rechts: Steffen Köhler, Volker Köppel, Heinz-Peter Wilke.

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Falschstempel entdeckt

Am 10. Juni staunt Auktionator Ulrich Felzmann nicht schlecht: Ihm werden über 40 Falschstempel verschiedenster Gebiete angeboten.

Ein Glücksfall im Kampf gegen das Fälschertum

Sportlich lässig gekleidet und ebenso unbekümmert bot ein etwa Mitte Vierzigjähriger aus Düsseldorf dem Auktionshaus Felzmann seinen Zufallsfund an: eine Kunststofftasche mit über 40 alten „Poststempeln“, gefunden beim Spaziergang in einem Park in Wuppertal. Bei genauerer Betrachtung erkennt man präzise gearbeitete Stempelplatten, darunter solche mit Datumseinstellung bis 1993, hergestellt aus den Werkstoffen Zink, Aluminium und Hartkunststoff – und einige Stempelköpfe aus Gummi. Auktionator Ulrich Felzmann schaltete sofort: Ausrüstung einer Fälscherwerkstatt! Die galt es, um weiteren Missbrauch zu verhindern, unbedingt alle sicherzustellen. Notfalls mit Hilfe der Polizei! Der Finder zeigte sich jedoch im Gespräch gleich einsichtig und überließ den gesamten Falschstempel-Bestand für Aufklärungsarbeit zugunsten der Sammler.

Falsche Stempel aus unterschiedlichen Gebieten

Axel Dörrenbach, kaufmännischer Leiter im Auktionshaus Felzmann und Verbandsprüfer des Verbandes philatelistischer Prüfer e.V. mit Spezialgebiet Deutsche Postgeschichte, hat den Bestand umgehend inventarisiert. Es handelt sich um falsche Stempel der Deutschen Reichspost, der Deutschen Post im vereinigten Wirtschaftsgebiet bzw. der Deutschen Bundespost, der Französischen Zone und des Saarlandes, der Deutschen Bundespost Berlin, der Deutschen Post der DDR, der schweizerischen PTT sowie der liechtensteinischen Postverwaltung. Im Wesentlichen sind es Orts-Tagesstempel, aber auch drei Sonderstempel sowie einige, vor allem schweizerische Luftpoststempel. Die Stempelplatten aus Aluminium, Zink und Hartkunststoff sind alle offensichtlich vielfach verwendet worden und dementsprechend stark eingefärbt. Hingegen sind die Gummistempel, vor allem „Berlin“, zumeist fabrikneu. Vermutlich hat der Fälscher erkannt, dass Stempelfälschungen mittels Gummistempel auch für das Auge des weniger geschulten Sammlers zu auffällig sind. Auf jeden Fall dürften alle Falschstempel ab etwa Mitte der ‘90er Jahre fabriziert worden sein.

Eine ausführliche Liste aller Falschstempel mit Abbildungen der Stempelbilder finden Sie hier:

https://www.felzmann.de/sammlerschutz.aspx

 

 

Bunt und vielfältig

Wie eine Blumenwiese, bunt und vielfältig, leuchten die Briefmarken und Münzen auf der Postkarte.

„Wir laden alle Hofheimer ein, zum Stift zu greifen und Frühlingsgrüße zu versenden, “ sagt Heinz-Peter Wilke, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen eine Werbeaktion für den Hofheimer Philatelisten-Verein ausgearbeitet hat. Ziel der Kampagne ist es, den Verein als Ort des Austauschs zu den verschiedensten Gesichtspunkten von Briefmarken und Münzen, allgemein bekannt zu machen.

Denn „Interessanter Weise fallen so ziemlich jedem zum Thema Briefmarken persönliche Erlebnisse ein“, weiß Wilke. Sei es das erste eigene Briefmarkenalbum, das mit Vater oder Großvater gemeinsam angelegt wurde, die schönen Briefmarken auf den Briefen aus Übersee, die ausgeschnitten und gesammelt wurden oder die geerbte Briefmarkensammlung des Lieblingsonkels. Doch die wenigsten kämen auf die Idee, mal beim Vereinsabend oder dem Großtausch vorbei zu schauen. Das möchte der Philatelisten-Verein Hofheim mit seiner Postkartenaktion ändern.

Wenn die Postkartenaktion Erinnerungen an die eigene Sammlung aus Jugendtagen wecke, dann sei das vielleicht ein Anlass, beim nächsten Vereinsabend am Austausch von Einschätzungen und Wissen teilzunehmen. „Und vielleicht wieder Freude am Sammeln zu finden“, so Wilke. Auch wer eine Briefmarken- und Münzsammlung besitzt und diese nicht fortführen möchte, ist beim Verein richtig. Im Gespräch mit erfahrenen Sammlern werden Erfahrungen weitergegeben, durch die Enttäuschungen und Fehlentscheidungen vermieden werden können.

Die Postkarten des Philatelisten-Vereins Hofheim liegen in verschiedenen Geschäften, Lokalen und Praxen im Stadtgebiet zum Mitnehmen und Schreiben bereit. Wer direkt beim Vereinsabend vorbei schauen möchte: Der Philatelisten-Verein Hofheim trifft sich jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Haus der Vereine im Raum Homburg. Informationen zu Vorträgen und Veranstaltungen gibt es unter www.briefmarkenverein-hofheim.de

 

Hofheimer Sammel-Geschichten gesucht

Neue Internetseite des Philatelistenvereins Hofheim soll zeigen, dass Briefmarken verbinden.

Erst vor wenigen Tagen hat der Philatelisten-Verein eine Postkarten-Aktion begonnen, um auf seine Aktivitäten aufmerksam zu machen, die allen Interessierten offen stehen. Nun geht die Internetseite des Vereins an den Start. Sie soll Anregendes und Nützliches bieten für alle, die sich mit Briefmarken oder Münzen beschäftigen wollen. Deshalb hat der Verein seine Internetheimat auch unter der Adresse www.briefmarkenverein-hofheim.de angemeldet. Denn, davon ist das Vorstandsteam der Hofheimer Philatelisten überzeugt, Briefmarken und Münzen sind kein aussterbendes Hobby für kauzige Spezialisten, sondern bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für Beschäftigung, Austausch und auch Weiterbildung über Generationen- und Nationalitätengrenzen hinweg.

Zum Glück ist Wolfgang Biegers knallgelber Motorroller rechtzeitig repariert und einsatzbereit für das Fotoshooting des Vereinsvorstands. Das war vergangene Woche anberaumt, um ein Bild vom Vorstandsteam für die neue Internetseite des Vereins zu machen. „Wie der mobile Briefkasten auf originelle Weise für die Hofheimer da ist, ist auch der Philatelistenverein für alle Einwohner offen“, sagt Carsten Keller, der im Philatelisten-Vorstand für die neue Internetseite verantwortlich ist. „Was beide verbindet, ist die Briefmarke und das Postwesen.“ Deshalb sollte der Roller mit auf das Bild.

„Bisher steht ein Gerüst mit Informationen zum Vereinsleben und wir haben viele Ideen, welche Themen auf unserer Internetseite ihren Platz finden könnten. Fast täglich entwickelt sich die Seite weiter, kommen neue Texte und Bilder dazu“, sagt Keller, der treibende Motor des Internet-Projekts des Vereins. So wird etwa im Laufe der Zeit eine Serie entstehen, in der Vereinsmitglieder in kleinen Artikeln ihre Sammelgebiete vorstellen.

Eine weitere Rubrik soll eingerichtet werden. Ihr Arbeitstitel: „Hofheimer Sammel-Geschichten“. „In dieser Rubrik möchten wir Beiträge von Hofheimern veröffentlichen, die uns schreiben, welche Erlebnisse sie mit Briefmarken oder Münzen verbinden“, sagt Keller und startet den Aufruf an alle Hofheimer, ihre Geschichten aufzuschreiben und einzusenden. Am liebsten per Brief natürlich.

 

Der Philatelistenverein Hofheim trifft sich jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Hause der Vereine, Raum Homburg. Die Internetseite ist zu finden unter www.briefmarkenverein-hofheim.de.